Kreisübergreifende Realübung in einem leerstehenden Gebäude

Gemeinsame Einsatzübung mit der Feuerwehr Uhingen Abt. Baiereck

Die Abteilung Schlichten der Feuerwehr Schorndorf führte gemeinsam mit der Feuerwehr Uhingen Abteilung Baiereck eine umfangreiche, kreisübergreifende Einsatzübung durch. Als Übungsobjekt diente ein leerstehendes Abbruchgebäude, das mittels Nebelmaschine realitätsnah verraucht wurde.

Veröffentlicht am , 08:15 Uhr  |  Autor: Benjamin Auwärter

Ausgangspunkt der Lage war eine angenommene Explosion innerhalb des Gebäudes. Zunächst wurden zwei Personen im Inneren als vermisst gemeldet. Zusätzlich kam es im Außenbereich zu einem weiteren Szenario der technischen Hilfeleistung: Eine Person war unter umgestürzten Baumstämmen eingeklemmt und musste befreit werden.

Unmittelbar nach Eintreffen der ersten Kräfte übernahm die Abteilung Schlichten die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung im Gebäude. Parallel wurde auf der rückwärtigen Gebäudeseite eine Riegelstellung aufgebaut, um eine mögliche Brandausbreitung auf angrenzende Strukturen zu verhindern.

Der Angriffstrupp ging unter Atemschutz mit C-Rohr zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Die Atemschutzüberwachung wurde durch den Melder sichergestellt. Der zunächst eingesetzte Wassertrupp wurde im weiteren Verlauf zum Sicherheitstrupp umfunktioniert und stand für Notfälle im Innenangriff bereit.

Nachdem das angenommene Brandgeschehen unter Kontrolle gebracht werden konnte, erfolgte eine systematische Suche im Gebäude vom Erdgeschoss bis ins zweite Obergeschoss. Im weiteren Verlauf wurde der Sicherheitstrupp zur Unterstützung des Angriffstrupps eingesetzt, um die intensive Personensuche zu beschleunigen.

Die Feuerwehr Uhingen Abteilung Baiereck stellte ergänzend einen Trupp zur Verfügung, der insbesondere den Kellerbereich kontrollierte. Dort konnten keine weiteren Personen festgestellt werden.

Im Verlauf der Übung stellte sich heraus, dass insgesamt fünf Personen im Gebäude vermisst waren, die im Rahmen der intensiven Suchmaßnahmen gerettet werden konnten. Als Ursache der Explosion wurden mehrere entzündliche Brennstoffkanister angenommen.

Parallel zur Innenlage übernahm die Feuerwehr Baiereck die technische Rettung im Außenbereich. Die unter Baumstämmen eingeklemmte Person wurde mittels Unterbaumaterial gesichert, anschließend freigelegt und schonend gerettet. Danach erfolgte die Übergabe an den festgelegten Verletztenablageplatz unter Leitung der Einsatzführung.

Nach Abschluss aller Rettungs- und Brandbekämpfungsmaßnahmen wurde das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter vollständig entraucht und belüftet.

Zum Abschluss der Übung trafen sich alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Ausklang am Feuerwehrhaus der Abteilung Schlichten, um die Zusammenarbeit nachzubesprechen und die Kameradschaft zu pflegen.

Die Übung zeigte erneut die Bedeutung einer engen, überregionalen Zusammenarbeit sowie eines strukturierten und abgestimmten Vorgehens bei komplexen Einsatzlagen.