27.01.2012, 21:37 UhrH. Pöschko
Sie sei "stark im Arbeiten, stark im Feuerwehrdienst und stark im Festen", hat der Erste Bürgermeister Horst Reingruber der Abteilung Stadt der Freiwilligen Feuerwehr Schorndorf bei deren Hauptversammlung bescheinigt.
Die Fakten dazu lieferte Abteilungskommandant Torsten Grabarits, der im weiteren Verlauf der Versammlung von Gesamtkommandant Jost Rube zum Oberbrandmeister befördert wurde.
96 Alarme mussten laut Grabarits im Jahr 2011 abgearbeitet werden. 45 Brandeinsätze, 14 technische Hilfeleistungen und 37 Alarme über automatische Brandmeldeanlagen summierten sich auf 1724 Einsatzstunden. Bei diesen Einsätzen wurden drei Personen durch die Feuerwehr lebend gerettet, eine Person konnte nur noch tot geborgen werden. Zum ersten Mal richtig gefordert im Jahr 2011 war die Abteilung Stadt bereits am 13. Januar beim mehr als 13-stündigen unermüdlichen Kampf gegen das Jahrhunderthochwasser. Dass die Zusammenarbeit mit den Teilortswehren funktioniert, zeigte sich bei zwei Großbränden in Schornbach und in Weiler sowie bei der Verhinderung einer Gasexplosion ebenfalls in Weiler. Bei allen Einsätzen und Übungen wurden die insgesamt elf Fahrzeuge der Abteilung über fast 22 000 Kilometer unfallfrei bewegt. Zum gesetzlichen Auftrag der Feuerwehr gehören auch Feuersicherheitswachen etwa bei der SchoWo oder bei Veranstaltungen in der Barbara-Künkelin-Halle. 2011 fielen 23 solcher Einsätze mit insgesamt 356 Stunden an.
Polizei neidisch auf Nachwuchs und Beförderungswelle
Das ohnehin schon umfangreiche Übungsprogramm wurde im vergangenen Jahr durch Trainingseinheiten im Brandübungscontainer der EnBW und durch eine Weiterbildung zur technischen Rettung bei Verkehrsunfällen an einem von der Firma Bosch bereitgestellten Versuchsfahrzeug ergänzt. Dazu kamen der Verbesserung der Ortskenntnisse und der Zusammenarbeit sowie der Förderung der Kameradschaft gleichermaßen dienende gemeinsame Übungen mit den Stadtteilwehren, mit Wehren aus Nachbarkommunen, mit der Bauknecht-Werksfeuerwehr und mit anderen Rettungsorganisationen zugute. Die enge Verbundenheit und den Schulterschluss innerhalb der „Blaulichtfraktion“, bestehend aus Feuerwehr, Polizei, DLRG, DRK und THW, die sich vor allem auch beim Hochwassereinsatz gezeigt habe, betonte in seinem Premierengrußwort auch der Leiter des Polizeireviers Schorndorf, Thomas Georgi, der die Feuerwehr um zweierlei beneidet: um ihre Jugendfeuerwehr und um ihre – im Gegensatz zur Polizei kostenlose - Beförderungswelle.
Dass die insgesamt 135 Feuerwehrleute (71 Akive, 20 in der Jugendfeuerwehr, 17 im Spielmannszug, 34 in der Alterswehr) auch außerhalb von Einsätzen und Übungen arbeiten können, haben sie vor allem bei der Sanierung des Umkleide- und Sanitärbereiches im Feuerwehrgerätehaus gezeigt, in die 630 Stunden Eigenleistung investiert wurden. Und dass die Feuerwehr festen und Feste organisieren kann, zeigte sich nicht zuletzt beim neu konzipierten Floriansfest, das in diesem Jahr auf den 28. und 29. April terminiert ist. Ebenfalls für den April geplant ist in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn eine Übung zum Vorgehen bei Bahnunfällen.
Ehrenmitglieder
Eine besondere Auszeichnung wurde im Rahmen der Hauptversammlung Helmut Aigner, Kurt Greiner und Manfred Schmid zuteil: Sie wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Aigner und Greiner sind vor 60 Jahren in die Feuerwehr eingetreten und noch immer im Spielmannszug aktiv, Schmid wechselte 1967 von der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr und war 22 Jahre lang stellvertretender Kommandant und fünf Jahre lang Abteilungskommandant.
Quelle: Schorndorfer Nachrichten vom 23. Januar 2012
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